Deutsche Rebsorten - Die Roten
Die südlich gelegenen Weinanbauregionen Württemberg und Baden, aber auch die nördlichen Ahrwinzer haben eine beachtenswerte Rotweintradition. Der Trend zu roten Rebsorten ist in allen Anbaugebieten unübersehbar. Die größte Bedeutung hat dabei der Spätburgunderanbau. Er deckt etwa 10 Prozent der bestockten Rebfläche ab. Aber auch bei den roten Trauben gibt es ganz verschiedene: von den bekannteren - wie beispielsweise Cabernet Sauvignon, Dornfelder und Merlot - bis hin zu unbekannteren - wie Cabernet Mitos, Domina und Regent. Hier finden Sie die wichtigsten roten Rebsorten und einiges Wissenswertes und Interessantes. |
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| | Die rote Rebsorte ist eine Neuzüchtung zwischen Dornfelder x Cabernet Sauvig-non. Die Kreuzung erfolgte 1971 an der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg/ Württemberg, Der Antrag für Klassifizierung und Sortenschutz wurde 1998 gestellt. Die Sorte erbringt einen farbintensiven Wein mit deutlichem Kirscharoma. |
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| | Die rote Rebsorte ist eine Neuzüchtung zwischen Blauer Lemberger (Blaufränkisch) x Cabernet Sauvignon. Die Kreuzung erfolgte 1979 an der Staatlichen Versuchs- und Lehranstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg/-Württemberg. Der Antrag für Klassifizierung und Sortenschutz wurde 1994 gestellt. Die spät reifende Sorte erbringt einen körperreichen, tanninbetonten Wein, der gut für Cuvées geeignet ist. |
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| | Die rote Rebsorte zählt zu den allerbesten, den so genannten Cépages nobles und ist die berühmteste und bekannteste Sorte der Welt. Urkundlich 1635 in Frankreich erwähnt. Die kleinbeerige, hartschalige und spät reifende Traube hat großen Charakter und besitzt den typischen Geschmack von schwarzen Johannisbeeren (Cassis) und ein Aroma nach grünem Paprika. Die Trauben enthalten besonders viele Kerne und damit Phenole (Pigmente = Farbstoffe und Tannine), und dadurch bekommt der langlebige Wein häufig eine tiefdunkle Farbe und ist für einen Barrique-Ausbau und eine langjährige Flaschenreifung besonders gut geeignet |
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| | Die rote Rebsorte ist eine Neuzüchtung zwischen Blauer Portugieser x Blauer Burgunder (Spätburgunder). Die Kreuzung erfolgte durch Peter Morio und Dr. B. Husfeld am Geilweilerhof in Siebeldingen/Pfalz im Jahr 1927. Der Sortenschutz wurde im Jahr 1974 erteilt. Die Sorte erbringt einen dunkelroten, säurebetonten Rotwein. |
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| | Der Dornfelder, eine Weinsberger Kreuzung aus Helfensteiner mit Heroldrebe, ist die erfolgreichste deutsche Neuzüchtung bei den Rotweinsorten. Einem Finanzbeamten, der im 19. Jahrhundert die Gründung der Weinbauschule Weinsberg anregte, verdankt sie ihren Namen. Seit 1981 ist die Sorte klassifiziert. Ihre größte Akzeptanz fand die Sorte bei den pfälzischen und rheinhessischen Winzern, doch ist sie auch in den meisten anderen Anbaugebieten zu finden. Dornfelder wird vornehmlich als trockener Rotwein ausgebaut. Es gibt zwei Ausbaustile. Der erste betont die intensiven Fruchtaromen wie Sauerkirsche, Brombeere und Holunder. Andere Winzer bauen den Dornfelder im großen oder kleinen Holzfass aus und betonen mehr die Gerbstoffe und Struktur des Weins. Die kräftigen Rotweine passen zu Braten, Wild oder Käse. |
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| | Die rote Rebsorte ist eine Neuzüchtung, die Kreuzung erfolgte durch Landes-Ökonomierat G. A. Froehlich (1847-1912). Die Eltern sind unbekannt, einige Experten glauben an eine Kreuzung zwischen Färbertraube x Blauer Portugieser. In den 1930er-Jahren wurde sie in Geisenheim ampelographisch bearbeitet und erhielt von Helmut Becker den Namen Dunkelfelder (mit dem er auf die unbekannte Herkunft und die dunkle Farbe anspielte). Im Jahr 1980 erhielt sie den Sortenschutz und ist heute vor allem in den Anbaugebieten Baden, Nahe, Pfalz und Rheinhessen verbreitet. Der daraus erzeugte tiefdunkle Wein wurde früher vorwiegend als Deckrotwein, als Süßreserve oder zum Verschnitt verwendet, in den letzten Jahren jedoch vermehrt eigenständig ausgebaut und schmeckt nach vollreifer Brombeere. |
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